Magazin Inter-Consulta
Persönlichkeitsprofil

Big Five der Persönlichkeit

Warum werden Arbeitnehmer entlassen? Nicht wegen ihrer fachlichen Qualifikation sondern wegen ihrer Persönlichkeit. Umso wichtiger ist es, die Persönlichkeit im Vorfeld einer Einstellung zu durchleuchten. Wolfgang Herbst bringt es auf den Punkt: „Persönlichkeit ist, was übrigbleibt, wenn man Ämter, Orden und Titel von einer Person abzieht.“

Welche Persönlichkeit ist wichtig für eine Stellenbesetzung

Welche Persönlichkeiten können also Garant für einen guten Kandidaten sein, der zum Unternehmen und zur Aufgabe passt. Die Persönlichkeitspsychologie spricht von den Big Five – oder dem Fünf-Faktoren-Modell. Bei jedem Charakter lassen sich anhand der jeweiligen Ausprägung fünf Haupteigenschaften bestimmen. Diese sind: Neurotizismus, Extraversion, Offenheit für Erfahrungen, Verträglichkeit und Gewissenhaftigkeit.

  1. Extraversion – Diese Dimension steht für Durchsetzungsfähigkeit, Geselligkeit und ein hohes Energieniveau.
  2. Verträglichkeit – Mitgefühl, Freundlichkeit und eine herzliche Art prägen Menschen mit dieser Zuschreibung.
  3. Gewissenhaftigkeit – Ordnung, strukturiertes Vorgehen und hohes Pflichtbewusstsein machen diese Dimension der Persönlichkeit aus.
  4. Neurotizismus – Neurotizistisch veranlagte Menschen sind emotional, wirken unsicher und launenhaft.
  5. Offenheit für Erfahrungen – Offenheit, Neugier und die Bereitschaft, sich auf neue Dinge einzulassen, prägen Menschen, die dieser Dimension der Persönlichkeit zuzuordnen sind.

Was die einzelnen Charaktere ausmacht können Sie u.a. hier lesen:

https://karrierebibel.de;

https://de.wikipedia.org/wiki/Big_Five_(Psychologie); mit weiterführenden Quellen.

Auf welchen Charakter soll sich der Personaler nun konzentrieren? Wer ist dauerhaft erfolgreich und setzt die Ziele des Unternehmens auch um?

Man hat herausgefunden, dass Gewissenhaftigkeit das wichtigste Merkmal für Erfolg im Berufsleben ist. Gewissenhaftigkeit scheint sich bei allem, was Menschen anpacken, positiv auszuwirken. Bei der Arbeit wie im Privatleben. Das ist auch nachvollziehbar, denn, wenn jemand gewissenhaft vorgeht, heißt das, dass jemand planvoll, überlegt, sorgfältig und zuverlässig handelt. Aufwand und Ergebnis stehen in einem effizienten Verhältnis und Projektziele und Vereinbarungen werden erreicht.

Als gegenteilig zur Gewissenhaftigkeit und der Erreichung der Ziele erweist sich der Neurotizismus. Neurotizismus besagt, dass jemand bei starker Ausprägung wesentlich nervöser und weniger stressresistenter ist. Eine größere Unzufriedenheit wird entwickelt und bei ausbleibendem Erfolg wird schneller aufgegeben. Man sagt diesen Personen nach, dass sie als Mitarbeiter ein hohes Maß an Sicherheit benötigen, weniger risikofreudig sind und weniger Leistungsbereitschaft zeigen. Das wirkt sich besonders in der Teamarbeit aus.

Es lohnt sich für das Zusammenspiel der Teams in einer Abteilung die einzelnen Charaktere anhand der big five zu bestimmen und optimal einzusetzen. So können Potentiale bestmöglich gefördert werden.

Die big five lassen sich aber auch bei der Besetzung von Führungspositionen und der Auswahl geeigneter Führungskräfte nutzen. Führungskräfte sollten nicht nur emotionale Belastbarkeit, größere geistige Offenheit, Beweglichkeit, geringeres Entgegenkommen, sondern auch Entscheidungsfreude und Risikobereitschaft mitbringen.

Personaler müssen eine wichtige Aufgabe erfüllen, gut zuhören und die Persönlichkeit eines potentiellen Kandidaten durch viele Gespräche telefonisch sowie persönlich herausarbeiten. Die Art und Weise, wie sich ein Kandidat zurückmeldet, wie er schreibt, spricht und kommuniziert oder was man über das private Umfeld und seine vorherige Arbeitsstelle heraushört, geben viele Indizien für eine erfolgreiche passgenaue Besetzung bei der der Kandidat und das Unternehmen lange und gut zusammen arbeiten.

Ines Spitzer

Januar 2018
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