Magazin Inter-Consulta
Trennung Ja-nein

Was kostet die Fehlbesetzung einer Stelle

Was kostet es ein Unternehmen, wenn eine Stelle mit dem falschen Kandidaten besetzt wird?

Laut aktueller Umfragen bescheinigt sich jedes zweite mittelständische Unternehmen selbst schlechte Noten bei der Personalauswahl. In einer Studie für Deutschland und Großbritannien der Unternehmensberatung Hay Group geben knapp zwei Drittel (62 Prozent) der Personalmanager an, dass es ihnen schwerfällt, die richtigen Kandidaten für offene Positionen auszuwählen. Im Extremfall wird mehr als jede dritte Stelle (37 Prozent) mit einem Kandidaten besetzt, der für die Stelle einfach nicht passt. Diese Fehlbesetzung kommt einem Unternehmen teuer zu stehen.

„Gutes Personal zu finden ist schwer, da muss man Kompromisse eingehen.“

„Wir sind ja froh überhaupt jemanden zu finden“

Diese und ähnliche Zitate zeugen häufig von einem schlechten Gewissen, wenn man einen Mitarbeiter schon im Vorfeld mit einem unguten Gefühl einstellt.

Rechnen wir einmal grob nach: Angenommen wir stellen uns irgendwann zähneknirschend den Tatsachen, dass der Mitarbeiter die Erwartungen nicht erfüllt. Dann kommen da schnell Summen zwischen 30.000 und 500.000 Euro zusammen. Man summiert die Ausgaben für die Rekrutierung, die Kosten der Suche und der Einarbeitung des neuen Mitarbeiters. Wenn nun z.B. in einem guten Vertriebsgebiet die Umsätze im Verlauf von 1 bis 2 Jahren drastisch einbrechen, kommen neben den ausgegeben Personalkosten in jedem Fall noch die vergebenen Geschäftsmöglichkeiten, unerreichte Unternehmensziele und verlorene Umsätze dazu. Bei Führungskräften kann man von einem Verlust des 1,5 bis 3-fachen des Jahresgehaltes ausgehen.

Extra Kosten auf den zweiten Blick

Und es wird noch drastischer: Denn weitere Faktoren schlagen negativ zu Buche, wie z.B. ein Produktivitätsrückgang durch die Fehlbesetzung oder ein Imageschaden intern wie extern. Denn auch die Mitarbeiter verlieren das Vertrauen, wenn ständige Wechsel stattfinden oder man sich fragen muss, warum jemand eingestellt wird, der so gar nicht in das Team oder die Abteilung passt. Gekündigte Mitarbeiter machen ihrer Enttäuschung gern auf Firmenbewertungsportalen Luft; und dabei bleibt es meistens nicht. Solche Kandidaten raten auch Bekannten mit ähnlichem Portfolio davon ab, sich bei diesem Unternehmen zu bewerben. Der berühmte „Rattenschwanz“ zieht sich also.

Unternehmen sollten daher besonders auf das Zwischenmenschliche und auf die Persönlichkeitsstruktur achten. Der Auswahlprozess ist ein Prozess, der ebenso sorgfältig geführt werden muss, wie ein Projektmanagement. Und es muss so strukturiert sein, dass Bewerber schon im Vorfeld als Teammitglied gesehen werden, mit ihrem ureigenem Potenzial aus Stärken, Fähigkeiten, Interessen und Kompetenzen, aber auch mit individuellen Bedürfnissen und Macken.

Wenn Sie hier einen guten Sparringspartner brauchen, rufen Sie gerne bei uns an.

 

 

Tobias Tiller

März 2018
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