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New Work, was sich zukünftige Mitarbeiter wünschen

New Work – Was die zukünftige Arbeitswelt von ihren Mitarbeitern erwartet und was sich die neue Generation von ihrer Arbeitswelt wünscht

Arbeitgeber erwarten von ihren Angestellten ein immer höheres Maß an Einsatzbereitschaft und Kompetenz. Sie sollten auch nach Feierabend, sowie an den Wochenenden stets erreichbar sein und optimalerweise auch ihren Urlaub kurz vor dem Abflug für einen wichtigen Kundentermin verschieben. Im Gegenzug erhalten sie Traumgehälter, Dienstwagen, Anleihen und weitere Zuwendungen. Doch sind diese Statussymbole das, was Arbeitnehmer heute noch reizt und langfristig an ein Unternehmen binden kann? – In der Regel nicht.

Der neue Schlüssel zur Arbeitgeberbindung der Generation von morgen heißt New Work!

Wieder ein Anglizismus, der sich in unseren alltäglichen Sprachgebrauch einschleicht: Der Begriff, der übersetzt „neue Arbeit“ bedeutet, bezeichnet nicht nur die neue Arbeit selbst, sondern auch die Einstellung, die junge Arbeitskräfte zu ihrer Arbeit haben.

Er thematisiert das Aufbrechen verkrusteter und eingefahrener Strukturen und er stellt in Frage, was die Mehrheit der Jahrgänge vor den sogenannten Generationen Y und Z (Jahrgänge ab 1981) als selbstverständlich hingenommen hat, nämlich viel Arbeit zugunsten des Geldbeutels – jedoch zu Lasten von Freizeit und Familie.

Geprägt wurde New Work insbesondere durch den Philosophen Frithjof Bergmann gegen Ende des 20. Jahrhunderts und weitergeführt durch den Psychologen Markus Väth. Letzterer machte den Begriff fassbarer, indem er 4 Säulen aufstellte:

1.Eine bewusste persönliche Lebensführung („Life Blending“) mit einer Neubewertung der Arbeit für das eigene Leben

2.Ein systemisch orientiertes Kompetenzmodell arbeitsrelevanter Fertigkeiten, die den Anforderungen einer komplexen, dynamischen Arbeitswelt gerecht werden

3.Ein Veränderungsmodell für Organisationen, das einen Paradigmenwechsel in Kultur und Organisation ermöglicht 

4.Eine intensive Debatte über die Rolle von Arbeit in der Gesellschaft und einen entsprechenden Auftrag der Politik („New Work Deal“)

Eine Essenz der Theorien beider Wissenschaftler ist das Festlegen des Stellenwerts von Arbeit im Leben, sowie das Gefühl der Sinnhaftigkeit der eigenen Tätigkeit. Die junge Generation nimmt sich genau diese Essenz zu Herzen und sucht nach Aufgaben, die sich mit ihren Wertvorstellungen vereinen lassen, ihnen Freude bereiten und zugleich Zeit für ein Privatleben lassen.

Wie kann man all diesen Punkten zu New Work gerecht werden?

Es gibt sicherlich kein Patentrezept hierfür aber flexible Arbeitszeiten im Gegensatz zum klassischen „nine to five Job“ oder die Möglichkeit für Homeoffice sind bereits ein guter Beginn. Auch neue Büroformen oder Kooperationen im Gegensatz zu den vermeintlich altbewährten abgeschiedenen Einzelbüros oder den Parzellen in Großraumbüros können für neuen Schwung und Synergien in Ihrem Unternehmen sorgen. Auch der Weg zu mehr Entscheidungs- und Handlungsspielraum weg von der gefühlten Überoptimierung der Arbeitsprozesse wird sich positiv auf die Zufriedenheit der Arbeitnehmer auswirken. Sicherlich sind auch die in der Einleitung genannten Punkte wie ein ansprechendes Gehalt, Dienstwagen etc. hilfreich, aber sie sind eben heute nicht mehr der alleinige Schlüssel zu loyalen und motivierten Angestellten.

Wenn Sie den ein oder anderen Gedanken aufnehmen, werden Ihre Arbeitnehmer auch gern einmal für ein außerplanmäßiges Telefonat zur Verfügung stehen. Da bin ich mir sicher!

Sie haben Fragen zur langfristigen Bindung und Gewinnung von Mitarbeitern? Dann nehmen Sie mit uns Kontakt auf!

(Vertiefende Quellen)

https://www.computerwoche.de/a/was-new-work-bedeutet-in-7-punkten-erklaert,3332073

https://de.wikipedia.org/wiki/Frithjof_Bergmann

https://de.everybodywiki.com/New_Work

https://www.gruenderszene.de/lexikon/begriffe/new-work

Redaktion Inter-Consulta

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