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Stolpersteine bei Vertragsunterzeichnung - Interb-Consulta GmbH

Stolpersteine bei der Vertragsunterzeichnung

Handshake, glückliche Gesichter, …Wieder eine Stelle besetzt. Arbeitgeber und Arbeitnehmer sind sich einig. Die Vertragsunterzeichnung ist nur noch eine Formalie.

Wir erklären die Stolpersteine auf der Zielgeraden und warum diese Phase der Vertragsunterzeichnung so entscheidend ist.

Vertragsunterzeichnung vorschnell abgehakt

Der Arbeitsvertrag geht noch am gleichen Tag in die Post, mit Unterschrift versteht sich. Der Personalleiter will zeigen, dass es dem Unternehmen ernst ist und dass der Kandidat beim jetzigen Arbeitgeber beruhigt kündigen kann.

Soweit alles gut, aber der Vertrag kommt nicht zurück. Der sicher geglaubte Kandidat meldet sich nicht und ist über Tage nicht erreichbar.

Was ist passiert?

Hier lohnt sich ein Blick aus vertriebspsychologischer Sicht, denn schließlich wird es ernst für den Kandidaten.

Vielleicht hat er das Kündigungsszenario noch nicht so oft erlebt und plötzlich Angst vor der eigenen Courage.

Schaft der Kandidat diese Hürde, lauert eine weitere Gefahr: Durch die Äußerung einer Kündigung oder Kündigungsabsicht wird der Jagdinstinkt des alten Chefs geweckt, der sofort ein schlechtes Gewissen aufbaut. Aussagen wie: „Sie können uns doch jetzt nicht im Stich lassen, ich hatte noch so viel mit Ihnen vor…“ können die Entscheidung zur Vertragsunterzeichnung tatsächlich noch ernsthaft gefährden oder gar die Rücksendung des vom Kandidaten unterschriebenen Vertrag verhindern. Die Verpflichtung der alten Firma gegenüber wiegt oft schwerer als der Reiz des Neuen.

Regel 1: Je weiter der Bewerbungsprozess fortschreitet, umso intensiver muss die Betreuung des Kandidaten sein.

Wenn wir uns bewusst machen, dass Recruiting Vertrieb ist, ist es im Bewerbungsprozess besonders wichtig, dass wir zum Ende einer Stellenbesetzung den Kandidaten immer intensiver begleiten und kein Risiko eingehen.

Regel 2: Unterschrift vor Kündigung

Wenn der Personalverantwortliche und der Kandidat mündlich oder per Handschlag die Einstellung besiegeln, dann setzen Sie alles dran, dass es direkt auch zur Vertragsunterzeichnung kommt. In diesem entscheidenden Moment sollte man den Kandidaten nicht allein lassen, indem man ihn den einseitig unterschriebenen Vertrag zur Unterzeichnung zuschickt. Wir Personalberater nennen diesen Vorgang Abschlussstärke, was bedingt, dass der Vertrag mit Ergänzungen schnell zur Hand sein muss. Daher sollten letzte Korrekturen direkt im Gespräch eingepflegt und noch einmal neu ausgedruckt werden.

Dadurch können Sie auch sicher sein, dass der Kandidat nicht nur taktiert und das Angebot bei anderen Unternehmen als Verhandlungsmasse braucht.

Zelebrieren Sie die Vertragsunterzeichnung und laden Sie den Kandidaten ein gemeinsam zu unterschreiben. (das kann man auch mit einem gemeinsamen Essen verbinden). Damit schaffen Sie Verbindlichkeit für beide Seiten und bringen dem Kandidaten Wertschätzung entgegen. Das stärkt ihn für das bevorstehende „Kündigungsszenario“.

Recruiting ist Vertrieb, Vertrieb fordert einen Abschluss

Unternehmenserfolg steht und fällt mit der Gewinnung der richtigen Mitarbeiter. Sind Sie überzeugt von einem Kandidaten, dann lassen Sie an dieser Stelle nicht nach und führen einen Abschluss herbei.

 

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Tobias Tiller

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