Magazin Inter-Consulta
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Ist körperliche Fitness ein Indikator für die Qualität einer Führungskraft

Provokante These: Ist die körperliche Fitness ein Indikator für die Qualität einer Führungskraft?

Einer unserer Kunden hat die gewagte These aufgestellt, dass man einen direkten Zusammenhang zwischen körperlicher Fitness, dem eigenem Antrieb und der Fähigkeit als gute Führungskraft bzw. Unternehmenslenker zu agieren sehen kann. Ich frage mich: Wirkt sich eine schlechte körperliche Fitness des Unternehmers bzw. der Führungskraft negativ auf seine Führungsfähigkeit aus?

Wer kennt sie nicht, die guten Vorsätze: Morgen fange ich wieder mit Laufen an! Ich will Sport machen, aber im Moment komme ich nicht dazu …

Eine gewisse innere Trägheit, die Denkweise, das wird schon werden, und mangelnde Konsequenz bzw. Umsetzungsantrieb sind tatsächlich auch oft im äußeren Erscheinungsbild einer Person zu entdecken.

Ich habe das am eigenen Körper (und Geist) erlebt.

Körperliche Fitness

Der Weg vom übergewichtigen immer schnaufenden Unternehmer mit 96 Kg bei 1,70 m Körpergröße zum Finisher eines Marathons, in unter 4 Stunden und zur Triathlon Langdistanz mit 11 Stunden ist lohnenswert und eigentlich einfach:

„Man muss nur die Schuhe anziehen und loslaufen…“

2003 habe ich das getan: ich ließ an einem Abend die Pizza einfach Pizza sein und bin losgelaufen. Damals nur 300 Meter unter fürchterlichem Schnaufen und mit dem Gelächter und Unverständnis meiner „Mitpizzaesser“ im Ohr, – aber seither jeden Tag! Irgendwie hat es an diesem Tag Klick gemacht … und was soll ich sagen, es hat nicht nur mein Leben, sondern auch meine Unternehmensführung stark verändert.

Dein Kumpel – der innere Schweinehund

Wie beim Sport ist es im Alltag als Führungskraft oft so, dass man Angesicht zu Angesicht steht mit dem „inneren Schweinehund“. Und der ist meistens noch vor uns wach. Der Gedanke Fünfe grade sein zu lassen, Dinge aufzuschieben oder darauf zu hoffen, dass sie sich von alleine klären, gehört zu den täglichen Herausforderungen, denen wir uns im Business gegenüber stehen sehen.

Diese Gedanken sind legitim und keineswegs ein Zeichen schlechter Führung, aber, man muss den persönlichen Schalter finden, sich aufzuraffen und im richtigen Moment wieder anzufangen. Sich disziplinieren, den „Schweinehund“ überwinden und wieder loslaufen, das macht den Unterschied!

Denn es wird nie von alleine schon wieder werden …

Wie in meiner Haut, muss ich mich auch in meiner Führungsrolle wohl fühlen. Wenn ich das Gefühl habe, etwas läuft nicht, – z.B. die Stimmung im Team ist angespannt, – dann muss ich loslaufen, als hätte ich zu viel auf den Rippen. Dann ist es sehr einfach: egal ob 300 Meter oder 25 km Joggen und 3 km Schwimmen, beides und die Konsequenz, bringen mich direkt zurück in meine Wohlfühlzone.

Den „Resetknopf“ immer im Kopf

Heute und jetzt ist wieder Tag 1 vom Rest meines Lebens. Das ist das Gute und Schöne am Sport, die Formel ist so einfach wie linear:
Änderungen wahrnehmen, sich wohl fühlen und das Ergebnis feiern!

Nicht morgen fange ich wieder an, sondern jetzt …

Fakt ist, von der eigenen körperlichen Fitness profitiert das Unternehmen. Man ist ein gutes Vorbild für seine Angestellten und proaktiver in seinem Verantwortungsbereich und kann mit Stress (dem wir Unternehmer unweigerlich ausgesetzt sind) besser umgehen. Wer frühmorgens die Treppe hochspurtet, statt müde im Aufzug zu stehen, bringt mehr Schwung und gute Laune mit ins Büro. Das färbt ab und macht Vieles leichter.

Und noch ein Tipp:

Mein Knorpelabrieb sagt mir, dass Extremsport nicht immer sein muss, aber wer regelmäßig Sport treibt und sich nicht nur geistig, sondern auch körperlich fit hält, bringt sich und sein Unternehmen in jedem Fall weiter!

Tobias Tiller

August 2019
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