Magazin Inter-Consulta

Stellen Sie sich vor, es ist Rezession und keiner macht mit

Die letzte Wirtschaftskrise war 2008/2009 und schon haben wir wieder eine Rezession, so ist zu hören.

Derzeit ist das Bild bei unseren Kunden noch sehr gemischt. Der eine oder andere hat Kurzarbeit eingeführt, bei einigen geht es noch aufwärts und nach der Beschreibung der aktuellen Lage werden die Aussichten für die Zukunft noch freundlicher und optimistischer beschrieben, als man eigentlich erwarten könnte.

Aber der Gedanke bleibt: „Wann bekommen wir die Auswirkung zu spüren?!“

Dabei fällt mir ein Unternehmer ein, der mir 2008 etwas Entscheidendes gesagt hat: „Gut, es ist offensichtlich Rezession, aber wir haben bei uns in der Geschäftsführung beschlossen, dass wir diesmal nicht mitmachen!“

Wir machen uns unsere eigene Konjunktur

Und tatsächlich höre ich aktuell von einigen Kunden eine ähnliche Aussage: „Wir machen uns unsere eigene Konjunktur.“

Was wäre denn wirklich, wenn wir einfach nicht mitmachen und wie gelingt das?!

Wie oft im Jahr schafft man es nicht, AM Unternehmen zu arbeiten, sondern muss seine ganze Kraft IN das Unternehmen stecken und ist in operativen Themen gefangen. Oder wie oft bemängeln Führungskräfte und Mitarbeiter, dass keine Zeit da ist, um veraltete Strukturen neu zu ordnen.

Rezessionen kommen und gehen alle paar Jahre, das ist ein Wirtschaftsgesetz. Warum also nicht damit arbeiten?

Was wäre, wenn wir diese Phasen einfach als Chance sehen und nicht als Problem.

Vertrieb, Führung und Prozesse sind aus meiner Sicht die 3 Schwerpunkte, die uns als Hausaufgaben aufgegeben sind und denen man sich gerade jetzt mit Feuereifer zuwenden kann. Dann werden wir feststellen, dass die Phase der Rezession gar nicht ausreicht, um diese Themen zu erledigen und wir werden schneller als erwartet aus der Phase wieder heraus sein und gehen klar gestärkt in die nächste Runde für unser Unternehmen.

Rezession und wir machen nicht mit - Inter-Consulta GmbH

Hier sind unsere 5 Ideen, um die Zeit von nicht mehr ganz so hektischen Auftragseingängen sinnvoll zu nutzen:

– mit unseren Mitarbeitern, an unserer Führung und an unseren Abläufen arbeiten,

– die vielen neuen technische Möglichkeiten ausloten und umsetzen und uns fit für die nächsten Konjunkturzyklen machen,

-unsere Positionierung und strategischen Ansätze auffrischen,

– kreativ denken und neue Wege gehen, für bessere Nutzenargumentation und Klarheitsgespräche,

– und nicht zuletzt vielleicht lang hinausgeschobene Personalentscheidungen konsequent umsetzen.

Wenn man sich hinsetzt und ein wenig nachdenkt, kommen unendlich viele Ideen und Möglichkeiten zu Tage, die wir jetzt angehen und umsetzen können, um unser Geschäft zu forcieren und Prozesse gut und fit für die nächsten und übernächsten Jahre zu machen: Krisenstrategien einüben, Change-Prozesse initiieren, Kernstärken noch besser formulieren und letztlich seinen unternehmerischen Schutzwall gegen Unvorhergesehenes und Unerfreuliches festigen.

Wenn es gelingt, die o.g. Punkte mit Konsequenz und mit Engagement anzugehen und den Mehrwert für das eigene Unternehmen erlebt, werden wir uns wundern, wie schnell die Zeit verfliegt und mit dem Resultat noch viel höherer Auftragseingänge belohnt.

So gewinnen wir aus dem Thema Rezession etwas Gutes, denn wir können endlich mal alles, was belastet hat, entsorgen und sind wieder gut gerüstet für neue Themen.

Jeder Unternehmer hat es in der Hand seine eigene Konjunktur zu gestalten – und das ist das Beste am Unternehmertum.

Tobias Tiller

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