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Wenn Azubis hinhauen - inter-consulta GmbH

Wenn Azubis auf der Zielgeraden abdiffundieren!

Prime Time in der Gewinnung von Azubis …

Wenn Azubis auf der Zielgeraden abdiffundieren!

Die Zahl der Azubis, die eine Ausbildung oder ein duales Studium nicht erfolgreich abschließen und auf oder auch schon lange vor der Zielgeraden hinwerfen, steigt. Und damit einhergehend schmerzt auch der Verlust der Energie und der Kosten, die man in den Auszubildenden (m/w/d) investiert hat. Der gefühlte und tatsächliche Fachkräftemangel ist für Unternehmen Grund genug, die Ausbildungs- und Weiterbildungsaktivitäten beizubehalten und im Falle des Scheiterns von Azubis doch einmal genauer hinzuschauen.

Es kommt der Tag, an dem ein Azubi hinschmeißt und kurz vor der Zielgeraden aufgibt. Eine duale Ausbildung kosten ein Unternehmen schon mal 48.000 Euro. Wenn der- oder diejenige den Abschluss oder gar den Master versemmelt, kratzt das mehr als nur an der Ehre.

Vielleicht ist es nur Pech oder der Azubi ist wirklich noch nicht soweit, wenn aber ein Unternehmen von 4 Azubis am Ende der Ausbildung keinen übernehmen kann, schaut mir das nach einem strukturellen Problem aus.

Die heutige Generation der Azubis ist gut vorgebildet

Die Generation der heutigen Azubis ist sehr gut vorgebildet, hat viel Wissen und viele Fähigkeiten, sie sind IT- und SocialMedia-affin, kennen sich mit den neuesten Technologien aus und haben viele Ideen.

Manch einem alten Hasen imponiert diese Unbekümmertheit und Souveränität mit dem Leben und im Umgang mit moderner Technik. Der Eindruck entsteht, dass „der oder die schon ihren Weg gehen“ und weniger Unterstützung brauchen.

Auf der anderen Seite mangelt es an Lebenserfahrung und vielen praktischen/pragmatischen Fähigkeit. Und es steht der Anspruch voran, dass sich die Jugendlichen weiterentwickeln möchten.

Azubis wollen geführt werden

In der Einstiegsphase der Ausbildung ist die Young Generation noch prägbar und formbar. Sie erwarten Führung und müssen auch geformt und geführt werden. Besonders profitieren werden sie von einer guten und strukturierten Führung durch die Ausbilder und Fachkollegen, die das ernsthafte Interesse am Menschen verkörpern und das „Herzensanliegen“ haben, die Jugendlichen fachlich und persönlich weiterzubringen.

Woran scheitern Azubi in diese Situation. Folgende Aussage eines Ausbilders macht hellhörig: „Er ist irgendwie total lebensunpraktisch, kein Wunder, der hat sich verzettelt und nichts fertiggebracht.“

Hier nutze ich gerne das Bild, einer neuen Maschine, der ich das beste Fundament gieße und in einen klimatisierten Reinraum stelle. Ich schließe dafür einen teuren Wartungsvertrag ab, in dessen Rahmen sich regelmäßig ein hoch qualifizierter Serviceingenieur darum kümmert, dass sie gut läuft und vorsorglich die eine oder andere Einheit tauscht, damit das auch möglichst lange so bleibt. Alles für das Wohlbefinden der Investition. Die war ja teuer!

Im Gegenzug muss ich mir im Falle der gescheiterten Azubis die Frage stellen: habe ich den Azubi nicht in einer zugigen Scheune mit löchrigem Dach im Regen stehen lassen? Und wer hat sich qualifiziert um ihn gekümmert?

Wenn wir als Unternehmen unseren Auszubildenden die gleiche Aufmerksamkeit und Wertschätzung entgegenbringen, wie unseren Maschinen, dann haben wir lange Jahre Freude an unserer Investition.

 

Tobias Tiller

April 2020
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