Magazin Inter-Consulta
Wir suchen die Perlen - Inter-Consulta GmbH

Primetime für Recruiting – Achtung Stolperfalle

Lange Zeit mussten Unternehmen um neue Bewerber kämpfen. Doch es sieht so aus, als ob die jetzige Situation mit Unsicherheiten in vielen Branchen, wie z.B. in der Automotive Industrie, für Unternehmen doch etwas Positives mit sich bringt. Wir erleben einen kleinen Wandel im Recruiting vom Arbeitnehmer- zurück zum Arbeitgebermarkt.

Die Personalverantwortlichen und auch wir Personalberater könnten uns eigentlich über mehr Lebensläufe freuen; aber Vorsicht: Auch wenn es derzeit nach einer Primetime im Recruiting aussieht, ist bei all der Freude jetzt wichtig genau hinzuschauen und die Spreu vom Weizen zu trennen.

Denn: was sich nicht automatisch ändert: Wirklich gute Kandidaten, – eben die Perlen, –  wollen nicht unbedingt wechseln, auch wenn es vielleicht im jetzigen Unternehmen gerade ungemütlicher wird.

Der Markt ist gut, es „spült derzeit viele Bewerber hoch“, wie es ein Kunde von uns – ein Unternehmer – kürzlich so treffend ausgedrückt hat. Wer jetzt vorschnell zugreift kann es bereuen.

Personalberatung heißt die Spreu vom Weizen trennen

Ein Lebenslauf kann erstmal gut klingen und man sagt sich: „Wow so ein attraktiv klingendes Profil habe ich schon lange nicht mehr erhalten!“

Aber bei genauerem Hinsehen wird deutlich, dass sich viele der Bewerber – vor allem in wohl klingenden Führungspositionen – gerade in einem Beendigungsprozess befinden. In den allermeisten Fällen wurde die Vertragsauflösung vom Arbeitgeber initiiert.

In allen Fällen, die ich in den der letzten Wochen persönlich mit Kandidaten in Interviews erlebt habe, geschah dies auch nicht ohne Grund. Von wem versucht man sich zuerst zu trennen, wenn es nicht mehr automatisch perfekt läuft und man als Unternehmen die Zahlen und Ergebnisse im Blick halten muss…?

Achtsamkeit bei der Bewerberauswahl

Gerade jetzt ist es wichtig noch mehr auf die Auswahl der Fach- und Führungskräfte zu achten, mit denen wir in die Zukunft gehen wollen und die unser Unternehmen auch in diesen Zeiten voran bringen.

Die zentralen Fragestellungen bleiben:

Passt der Kandidat/die Kandidatin, der/die jetzt toll klingt, in die Welt unseres Unternehmens?

und

Möchte er/sie irgendwo weg oder möchte er/sie bewusst „wohin“

Meine Erfahrung: jetzt mehr denn je auf die Wechselgründe hören und diese ergründen.

Und um die wirklich Guten – die Talente als Fachmann oder Führungskraft – muss man weiter kämpfen.

Zwei Kandidatengruppen sind derzeit zu beobachten, diejenigen, die sagen:

a) Ich möchte jetzt gehen, weil‘s ungemütlich wird und diejenigen, die sagen:

b) Ich kann mein Team jetzt eigentlich nicht im Stich lassen.

Welcher von beiden Kandidaten der vielversprechendere ist, und wen ich in der Zukunft gewinnen möchte, liegt auf der Hand.

Natürlich kann die derzeitige Situation in verschiedenen Unternehmen ein dankbarer Auslöser für die Gesprächsbereitschaft von Kandidaten sein. Aber immer nur Auslöser, nie der Grund.

Und dies macht die aktuelle Situation im Recruiting für uns als Personalberater sehr attraktiv, da wir jetzt den Fokus noch mehr auf die wirklichen Perlen legen können. Und das wir für Sie als Kunde, gerade jetzt einen erheblichen Nutzen und Wert stiften.

 

Titelbild: Elias Sch., pixabay.com

Tobias Tiller

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